Das derzeitige Anflugverfahren auf der Südbahn

Das derzeitige Anflugverfahren auf die Piste 25L (südliche Landebahn) beginnt 21km östlich der Piste in Richtung der verlängerten Mittellinie der Piste (sog. verlängerte Anfluggrundlinie): Über Lämmerspiel werden Anflüge aus Norden und Süden in einer Höhe von 4.000 Fuß zusammengeführt.

Es handelt sich um ein Präzisions-Anflugverfahren: Ein Leitstrahl wird von der Piste ausgestrahlt und generiert einen Anflugkorridor, die Flugzeuge nehmen über Lämmerspiel Kontakt mit diesem Leistrahl auf und folgen diesem auch bei schlechtesten Wetterbedingungen bis zur Piste. Bei entsprechender Ausrüstung und Zulassung können die Flugzeuge auch ohne jede Sicht landen.

 

Dem Leitstrahl folgend sinken die Flugzeuge mit 3 ° = 5,2 %, d.h. auf 1km Flugstrecke sinken die Flugzeuge ca. 50m. Bei Beginn des Sinkflugs haben die Flugzeuge somit eine Höhe von ca. 1.090m über Grund.

 

Die Maßeinheit "Fuß" entspricht ca. 30cm, wird hier allerdings auf die Höhe über dem Meeresspiegel (MSL)  bezogen. Über Lämmerspiel haben die Flugzeuge eine Höhe über MSL von 4.000 Fuß, das entspricht dann 1.200m abzgl. der Höhe über MSL (in Lämmerspiel ca. 110m) und damit 1.090m.

 

Diese Besonderheit (Bezugshöhe = Meeresspiegel) wird von den Mitgliedern des Expertengremiums gerne verschwiegen. Auf einer Vortragsveranstaltung der DFS in Hainburg am 02.08.2010 wurde der Referent hierauf angesprochen und hat bestätigt, dass "da ja noch die Höhe über NN abgezogen werden müsse".